Adam Wolfe: Episode 1 im Test

Das serbische indie Entwicklerteam von Mad Head Games schickt uns mit Adam Wolfe auf die Jagd nach übernatürlichen Phänomenen. Wir haben uns die erste Episode des Adventures angesehen.

Gesamtwertung:

7.2 Stars (7,2 / 10)

Story

Adam Wolfe ist ein Detektiv für Übernatürliches. In seinem Universum scheint das Übernatürliche jedoch öfter aufzutreten, als wir das gewohnt sind. Zumindest ist die Polizei bestens unterrichtet, setzt ihn auf solche Fälle an und hilft ihm gerne bei seinen Ermittlungen. In der ersten Episode „The Ancient Flame“ jagen wir zu Anfang einen Pyromanen. Es stellt sich heraus, dass er von einem Feuerdämon besessen ist. Weitere Nachforschungen führen uns zu einem mysteriösen Dolch und tief in einen alten Geheimbund. Neben der Story dieser Episode gibt es eine Übergelagerte Storyline, die sich wohl durch alle Episoden hindurch ziehen wird. Adams Schwester ist verschollen und das ist eines der Dinge, die ihn antreiben. Mit jedem gelösten Fall, findet er neue Hinweise und kommt so seinem Ziel, seien Schwester zu finden, näher. Im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern des Genres verzichtet Adam Wolfe, zumindest in der ersten Episode, auf Entscheidungen. Das Spiel ist daher sehr geradlinig, dafür ist der Spielverlauf aber auch sehr flüssig.adam_wolfe_2

Grafik und Sound

Die Grafik ist in starken Farben gemalt, es fühlt sich an, als sei man in einer Hochglanz Graphic Novel. Die einzelnen Schauplätze sind schön gemalt, wir können uns allerdings nicht darin herumbewegen. Adam sehen wir meist nur in Cut Scenes, ansonsten schauen wir durch seine Augen auf das 2D Setting und wählen, in guter alter Point and Click Manier, Dinge an.

Zwischendurch wird die Story entweder von Adam, oder einem Erzähler geschildert, dabei schieben sich verschiedene Bilder auf unseren Bildschirm. Diese Szenen laufen aber nicht einfach vor unseren Augen ab. Teilweise müssen wir auf einen bestimmten Punkt im Bild klicken, teilweise müssen wir im Bild etwas verschieben, damit die Story weiter geht. Wir müssen Beispielsweise Fackeln im Bild entzünden, oder die Symmetrie eines Gegenstandes wieder herstellen, indem wir Teile von ihm bewegen.adam_wolfe_1

Das Spiel hat einen unaufdringlichen Soundtrack, mit allen Soundeffekten die man so braucht. Dazu ist das Spiel vollständig vertont, allerdings nur auf Englisch. Wem das Probleme macht, der kann auf deutsche Untertitel zurückgreifen.

Gameplay und Steuerung

Teilweise klicken wir uns vor allem durch die Geschichte, da fühlt es sich eher wie eine interaktive Graphic Novel an. Es gibt jedoch einige Rätsel und Kampfeinlagen. Die Rätsel sind angenehm unterschiedlich. Teilweise suchen wir nach Hinweisen, aus denen wir dann unsere Schlüsse ziehen. Teilweise müssen wir Bruchstücke richtig kombinieren oder Muster nachzeichnen. Am meisten Spaß machen die Rätsel, für die wir Adams Gadgets brauchen. Als guter Detektiv hat er die Möglichkeit Fingerabdrücke sichtbar zu machen und zu sammeln, um diese an die Polizei weiter zu leiten. Mit der Polizei nehmen wir Kontakt mittels unseres Smartphones auf. Hier speichern wir auch Fotos von Hinweisen und reisen mit Hilfe der Karten App zum nächsten Ort. Falls wir nicht mehr wissen sollten, wonach wir gerade suchen dient das Smartphone auch als Missionslog. Eine weitere Spielerei ist eine spezielle Uhr. Sobald wir herausfinden, wann eine Tat stattfand, können wir diese Zeit auf der Uhr einstellen. Hier sehen wir, was sich seit dem in dem Raum verändert hat. Sobald wir alle Gegenstande wieder an den Ort gelegt haben, wo sie zum Zeitpunkt der Tat lagen können wir einem Schemen des Täters bei seiner Tat zusehen.adam_wolfe_3

Je nach Schwierigkeitsgrad, das Spiel bietet uns drei verschiedene an, können wir uns auch Tipps geben lassen und Rätsel, die wir nicht schaffen, überspringen. Wirklich nötig war das beim Test selten. Die Hinweis Funktion hat aber einen netten Nebeneffekt. Sollten wir uns nicht sicher sein, ob wir alles haben, was wir aus einem Raum benutzen können, wählen wir den Tipp an. Wenn der Raum erfolgreich abgearbeitet ist, sagt uns der Hinweis, dass wir ihn verlassen sollten. Auch ohne Tipps kann man jedoch zur Not einfach alles ausprobieren. Das Spiel lässt keine falschen Lösungswege zu, weswegen ein Rätsel so lange nicht funktioniert, bis wir es richtig machen.

Die Steuerung der PC Version ist denkbar einfach, wir interagieren mit Gegenständen auf dem Bildschirm, indem wir sie anklicken, außer der Maus benötigen wir nichts. Das dürfte auch auf Touch Geräten gut funktionieren.

Spielspaß:
7 Stars (7 / 10)
Grafik:
9 Stars (9 / 10)
Sound:
7 Stars (7 / 10)
Steuerung/Gameplay:
7 Stars (7 / 10)
Handlung:
6 Stars (6 / 10)
Durchschnitt:
7.2 Stars (7,2 / 10)

Kommentare

Matej

Kommentar von:

Redakteur Indie und Horror

Die Story ist nicht herausragend, aber auch nicht schlecht. Verschiedene Entscheidungen zu treffen, fehlt mir etwas. Allerdings wirken diese in vielen Spielen sehr aufgesetzt, da ist es mir dann doch lieber, wenn ich einfach den Fluss des Spieles nachspiele. Das Spiel ist nicht sonderlich schwer, bietet aber durchaus Spielspaß. Mir hat es vor allem die Grafik angetan.

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind mit * markiert.

Du kannst diese HTML Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*