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Adam Wolfe: Episode 4 im Test

Leser Wertung: 6.2

Mit Zero Hour endet die Geschichte um den paranormalen Detektiv Adam Wolfe

Nach dem Ende von Episode 3 blieb offen, wie lebendig Adam noch ist. Auch am Anfang von Episode 4, die auf den Namen Zero Hour hört, ist das nicht so ganz klar. Wir beginnen in einer Kindheitserinnerung. Adam und Allie spielen im Sandkasten. Bald schon werden wir jedoch unsanft  herausgerissen und wachen in einem Krankenhaus auf. Allie ist in Gefahr, aber die Polizei will Adam nicht gehen lassen, wir schleichen uns aus dem Krankenhaus.Adam_Wolfe_10

Diesmal gibt es keinen Fall und die Detektivarbeit mit Fingerabdrücken oder ähnlichem lassen wir auch sein. Stattdessen folgen wir einer Fährte aus seltsamen Statuen, die in der Stadt auftauchen, aber nur von Adam wahrgenommen werden. Darauf folgt eine Jagd durch eine U-Bahn, die voller Gegenstände aus den vorhergegangenen Episoden ist. Am Ende steht der Showdown um Allies und Adams Leben. Die ganze Zeit ist nicht ganz klar, ob dies Adams letzte Chance ist, sich und seine Schwester zu retten, oder ob er nicht bereits tot ist und in einer etwas abgedrehteren Spiegelung der realen Welt umher irrt.

Technisch hat sich nicht viel verändert. Nach wie vor klicken wir uns durch schön gemalte Szenen und bestreiten Minispiele. Beispielsweise entscheiden wir einen Kampf für uns, dadurch, dass wir eine Art Memory lösen. Alles in allem fühlte sich Episode 4 etwas kürzer an, als die vorherigen, das kann aber auch daran liegen, dass ich inzwischen Übung im Lösen von Wimmelbildern und Kombinationsrätseln habe. Da dies die letzte Episode ist, soll hier auch ein Eindruck des gesamten Spieles folgen.Adam_Wolfe_9

Adam Wolfe hat eine lineare aber durchaus interessante Story, vor allem wenn man das übernatürliche Element mag. Diese Story wird in optisch sehr ansprechenden Bildern vermittelt. Diese stärken ziehen sich durch alle vier Episoden.

Je länger man das Spiel spielt, desto stärker kommen allerdings auch die Schwächen zum Tragen. Der Spielfluss ist wirklich sehr linear. Wer ein oder zwei Schritte voraus denkt, wird enttäuscht feststellen, dass der Gegenstand, der nützlich erscheint, nicht benutzbar ist. Wenn man jedoch ein oder zwei andere Aktionen erledigt, lässt einen das Spiel auf einmal mit dem Gegenstand interagieren, den man anfangs schon interessant fand. Dazu kommt, dass Adam Wolfe oft wie eine sehr hübsch verpackte Sammlung an Minispielen wirkt. Erst ein Wimmelbild um einen Gegenstand zu finden. Dann ein Memory Spiel um den nächsten zu finden. Dann legt man beide Gegenstände auf eine Tafel und klickt nacheinander Symbole an, die der Erzähler erwähnt. Erschwerend kommt hinzu, dass sich viele dieser Minispiele wiederholen. Der Zeit-zurück-dreh Trick ist beim ersten und zweiten Mal interessant. Wenn ich aber zum fünften oder sechsten Mal die Richtigen Gegenstände im Raum suche, um sie auf die leuchtenden Flächen zu legen, wird es zur lästigen Routinearbeit. Etwas mehr Abwechslung und etwas weniger Minispiele hätten dem Spiel nicht geschadet.

[usrlist Spielspaß:4 Grafik:9 Sound:7 Steuerung/Gameplay:5 Handlung:6  ]

Zusammenfassung
Ich hatte Spaß und die Optik gefällt mir nach wie vor sehr. Aber ich bin auch froh, dass es vorbei ist. Die immer selben Minispiele sind ausgelutscht, neue Ideen hatte Episode 4 kaum. Über dieses Gefühl der Repetition konnte die Auflösung der Geschichte leider nicht hinweg täuschen.
6.2
In Ordnung
Spielspaß - 4
Grafik - 9
Sound - 7
Steuerung - 5
Handlung und Charaktere - 6

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Kommentare

Matej

Kommentar von:

Redakteur Indie und Horror

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