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Die Säulen der Erde 2, Wer den Wind sät , im Test

Auszug: Mehr Gewalt, Mehr Intrigen und eine packende Story verspricht Daedelic für das Zweite Buch seiner Buchversoftung.

Story

Buch zwei beginnt etwas vor dem Ende von Buch eins. In den ersten beiden Kapiteln erleben wir die Geschichte von Aliena und und ihrem Bruder. Die Kinder der im ersten Buch wegen Hochverrats in Ungnade gefallenen Grafen begleiten wir auf ihrer Flucht aus der eigenen Burg und erleben mit, wie es kam, dass Aliena am Ende von Buch eins in Kingsbridge landete. In diesen beiden Kapiteln steuern wir auch ausschließlich die Grafentochter.
Ab Kapitel drei kommen alte Bekannte auf die Bildfläche. Nach einem Zeitsprung von fünf Jahren erleben wir durch Phillips, Toms, Alienas und vor allem Jacks Augen wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Dabei können wir wie im ersten Teil strikt der Hauptquest folgen, oder kleine Nebenquests, wie eine Salbe für die Geschundenen Hände der Walkerinen herzustellen, erledigen.

Wie im ersten Buch entscheiden wir selbst, wohin uns unsere Schritte tragen. Allerdings fühlt sich diese Freiheit noch aufgesetzter an, als im ersten Teil. Oft haben wir vier Antwortmöglichkeiten,  aber nur eine bringt den Dialog voran, die anderen schmücken nur das Gespräch aus. Oft zeigen auch alle Wahlmöglichkeiten in eine Richtung, so dass es sich nicht wirklich um eine Entscheidung handelt. Da ist es nur konsequent, dass wichtige Erzählungen oft in, teilweise recht langen Zwischensequenzen erzählt werden. Man merkt, dass Deadalic uns ein Spiel mit viel Entscheidungsfreiheit geben möchte, das aber an kritischen Punkten nicht kann, schließlich muss die Story des Spieles der des Buches folgen.

Grafik und Sound

Im Vergleich zu Teil eins kam  es hier zu keinen Verbesserungen, aber auch keinen Verschlechterungen. Die Vollvertonten Dialoge sind nach wie vor sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch sehr gut. Die Musik unterstreicht das Ambiente gekonnt und der Grafikstil ist nach wie vor schön. Die gemalten Hintergründe und Charaktere sind sicherlich Geschmacksache und vor allem Mimik ist bei animierten Figuren oftmals besser. Der Atmosphäre des Spiels kommt der Grafikstil jedoch sehr zu Gute.

Steuerung und Gameplay

Wie von Point-and-Click Adventures gewohnt ist die Steuerung gewohnt simpel. Durch die linke Maustaste wählen wir Dinge oder Personen an, mit der rechten können wir uns Gedanken unserer Protagonisten zu Personen und Gegenständen ansehen. Dazu kommt ein simples Minispiel, in dem zum richtigen Zeitpunkt die linke Maustaste gedrückt werden muss um Beispielsweise mit Jacks Steinschleuder auf etwas zu schießen.

Diese Minispiele sind auch schon die größten spielerischen Herausforderungen, ansonsten lösen wir alles über Dialoge. Der Tot, also das vorzeitige Spielende ist in Buch zwei jedoch sehr viel präsenter. Ein Pferd vor dem Besteigen nicht beruhigt? Schon ist man aufgeflogen. Zum Glück speichert das Spiel oft und man kann es meistens direkt wieder versuchen. Frustrierend wird das nur, wenn man eines der Klick Spiele vermasselt, dadurch stirbt und der Speicherpunkt etwas weiter zurück liegt. Das ist mir jedoch nur einmal passiert und war auch nur kurz ärgerlich.

Gut
  • Schöne Stimmung
  • Spannende Geschichte
  • Emotionale Tiefe
Schlecht
  • Frustrierende Entscheidungsstruktur
  • Schlechte Gesichtsanimationen
  • simple minigames
7
Fair
Spielspaß - 7
Grafik - 7
Sound - 8
Story/Charaktere - 7
Steuerung/Gameplay - 6

Deine Meinung dazu!

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Kommentare

Matej

Kommentar von:

Redakteur Indie und Horror

Buch zwei hätte das Potential stärker zu sein, als sein Vorgänger. Die Story ist packender, aufregender und emotionaler. Leider ist dadurch auch das Frustrationspotential höher. Ich verstehe, dass das Spiel dem Buch folgen muss und ich mag es, wenn Charaktere nicht das Ende bekommen, das ich ihnen Wünsche. Jeder Fan von Game of Thrones kann unterschrieben, dass es der Qualität durchaus zuträglich ist, wenn ein liebgewonnener Charakter versagt. Leider wurde dieses Gefühl im Spiel schlecht umgesetzt. Wenn mir das Spiel mehrere Stunden vorgaukelt, ich könnte das Schicksal meiner Protagonisten Steuern und ich diese Zeit darauf verwende eine potentielle Liebesbeziehung aufzubauen, nur um diese Arbeit in Dialogen deren Verlauf ich nicht in meine Richtung lenken kann und Zwischensequenzen zu zerstören, dann fühle ich mich machtlos. Nicht Machtlos gegenüber dem Schicksal sondern Machtlos gegenüber der Spielmechanik und betrogen, da mir diese Macht das Spiel über suggeriert wurde.

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