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Die Säulen der Erde 3, Im Auge des Sturms, im Test

Im dritten Buch beendet Daedalic seine Buchversoftung von den Säulen der Erde, im Test könnt ihr erfahren, wie rund dieser Abschluss ist.

Das zweite Buch hat uns mit einem Schalen Gefühl im Magen zurück gelassen. Alles wofür wir gekämpft haben ist zerstört und wir stehen vor einem Trümmerhaufen. Hier setzt der Dritte Teil ein.

Story:

Die Story erhebt sich aus dem Jammertal in das sie im zweiten Teil gefallen ist und das sehr schnell und stark. Zwar kommt es ab der Mitte durchaus wieder zu einigen spannenden Situationen aber alles in allem läuft alles glatt. Es gibt keine großen Hindernisse zu überwinden und ab der zweiten Minute riecht es nach einem kitschigen Happy End. Wo der zweite Teil oft so unfair strafte, dass es schon frustrierend werden konnte, plätschert dieser Teil eher ruhig vor sich hin, so, dass die Story manchmal langweilig wird. Auch die Entscheidungen und Plot Twists sind wenig bewegend und meist belanglos. Das Buch an sich wirkt kürzer als die Vorgänger und teilweise bestehen Kapitel zu 80% daraus sich durch Dialoge oder Text zu klicken, ohne einer Entscheidung, Entdeckung oder Herausforderung zu begegnen.

Steuerung und Gameplay:

Das Spiel besteht nach wie vor aus dem Erkunden der Umgebung per Mausklick. Da die Story aber um einiges linearer verläuft, gibt es weniger zu entdecken und kaum Nebenquests.

Um spielerische Herausforderung zu simulieren vertraut Die Säulen der Erde nach wie vor auf Herausforderungen, in denen zur richtigen Zeit die linke Maustaste gedrückt werden muss. Dabei geht es oft um Leben und Tod. Diese Spannung kommt aber nicht zum Tragen, wenn die Konsequenz ist, dass das Spiel neu lädt und ich wieder die linke Maustaste drücken muss. Rätsel gibt es kaum, zumindest keine fordernden und die langen Sequenzen, die daraus bestehen, auf Landkarten umher zu Reisen führen immer zum richtigen Ziel. Das einzige, das sich ändern kann, ist die Länge meines Umweges, was jedoch keine spürbaren Konsequenzen hat.

Grafik und Sound:

Wer die ersten beiden Bücher mochte, wird auch dieses mögen. Grafik und Sound sind nicht besser oder schlechter geworden und wenn man nicht am Stil an sich etwas auszusetzen hat, sind sie auch nach wie vor sehr gut.

Alles in allem schließt Die Säulen der Erde eher enttäuschend ab. Der letzte ist auch der Schwächste Teil und manchmal bekommt man das Gefühl, dass man nur daneben sitzt, während die Story erzählt wird. Es ist logisch, dass das Spiel der Story des Buches folgen muss, aber die vorangegangenen Teile haben es besser verstanden mir durch Nebenquests und eine Welt die ich gerne erkundet habe das Gefühl von Aktivität zu geben. Hier bin ich meist passiver Zuschauer, was vor allem dann nervt, wenn es offensichtlich ist, was als nächstes geschehen wird, ich aber noch drei Dinge anklicken muss, damit es geschieht.

Da das Spiel nun abgeschlossen ist, folgt in Kürze ein Test des gesamten Spiels.

 

Gut
  • Schöne Stimmung
Schlecht
  • Wenig Kontrolle und Wahlfreiheit
  • Teilweise Langweilige Story
6.8
In Ordnung
Spielspaß - 6
Grafik - 8
Sound - 8
Story/Charaktere - 6
Steuerung/Gameplay - 6

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Kommentare

Matej

Kommentar von:

Redakteur Indie und Horror

Ich bin enttäuscht. Hätte ich Buch 2 und 3 direkt hintereinander gespielt hätte mich der Kitsch womöglich weniger gestört, da er nach der Ohrfeige von Buch zwei womöglich wohltuend gewesen wäre. Es bleibt aber die Passivität. Ich will die Geschichte eines Buches als Spiel erleben, nicht die Geschichte erzählt bekommen.

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