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Die Säulen der Erde Buch 1, Aus der Asche, im Test

In ihrem neuen Adventure entführen uns die Macher von Deadalic in die Welt des Erfolgsromans Säulen der Erde. Laut den Entwicklern war dieses Spiel das größte Projekt des Studios bisher. Ob es sich ausgezahlt hat lest ihr in unserem Test.

Story

England des 12. Jahrhunderts. Der König ist tot und es gibt mehr als einen Anwärter. Prior Philipp erreicht seine Mutterpriorei in Kingsbridge auf seinem jährlichen Neujahrsbesuch. Dort stellt er fest, dass der alte Prior tot ist und bald ein neuer gewählt werden soll. Der Hauptanwärter ist aber alles andere als geeignet. Zudem versucht ihn sein Bruder in die Politik des Reiches hinein zu ziehen.

In einem Wald an einem Lagerfeuer kommt Tom Builders jüngstes Kind zur Welt. Der Baumeister hofft auf eine Anstellung und ein besseres Leben für seine Familie, beides wirkt zu diesem Zeitpunkt jedoch weit weg.

Das erste Buch der Säulen der Erde wirft uns in einen dunklen und kalten Winter. Durch sieben Kapitel steuern wir unterschiedliche Charaktere deren getrennte Handlungsstränge sich immer wieder berühren und am Ende zueinander finden. Dabei gelingt es eine packende Stimmung aufzubauen. Schnell gewinnt man Charaktere lieb, oder beginnt sie zu hassen und wird vollkommen in die Geschichte hinein gezogen.

Da das Spiel auf einer Buchvorlage basiert, ist es selbstverständlich, dass wichtige Dinge des Buches passieren müssen und man so hin und wieder das Gefühl bekommt, keine wirkliche Wahl zu haben. Das passierte mir jedoch sehr selten, meist hatte ich das Gefühl durchaus Einfluss auf die Spielwelt zu nehmen und es macht sich auch ein Gefühl breit, als hätten meine Entscheidungen tatsächlich die vor mir liegende Welt geformt.

Steuerung und Gameplay

Gesteuert wird klassisch per Mausklick. Mit der linken Maustaste interagiere ich mit Dingen mit der rechten denke ich über sie nach. Dieser Rechtsklick bringt mich zwar im Spiel nicht weiter, enthüllt aber regelmäßig Hintergrundinformationen die die Welt runder machen.

Im Spiel erkunden wir die Welt und interagieren mit allen Dingen, mit denen man interagieren kann. Das Spiel setzt hierbei stark auf Story und verzichtet auf Rätsel oder das Kombinieren von Items in unserem Inventar, wie man es aus anderen Daedalic Spielen kennt. Dadurch ist der Spielfluss sehr flüssig ein fordernder Schwierigkeitsgrad bleibt jedoch aus. Bei einem solch Story basierten Spiel wären zu komplizierte Rätsel aber wahrscheinlich eher störend. Besonders gefallen hat mir, dass es keine Vorgeschriebene Reihenfolge gibt und man Dinge auch, absichtlich oder unabsichtlich auslassen kann. Beispielsweise habe ich eine Eule im Keller entdeckt, später werde ich gebeten den Keller zu untersuchen und muss nicht noch einmal hingehen, sondern kann direkt sagen,. Dass es eine Eule ist. Andererseits habe ich einem Mönch nicht geholfen, da mir nicht bewusst war, dass das geht. Das wird mir später vorgeworfen und bleibt in meinem Spielverlauf gespeichert. So kommt nicht das Gefühl auf, dass man A B C und D gemacht haben muss, bevor es weiter geht.

Grafik und Sound

Wir bewegen uns durch wunderschöne, handgezeichnete Hintergründe. Oft kann man auch mit ihnen interagieren, beispielsweise Kerzen löschen und entzünden, was die Umgebung auch realistisch verändert. Den gemalten Charakteren fehlt es manchmal etwas an Mimik aber vor allem bei den Kindern ist auch die Gesichtssprache sehr gut gelungen. Manchmal saß ich einfach da und genoss die Bilder auf meinem Bildschirm.

Untermalt wird das Ganze von einem atmosphärischen orchestralen Soundtrack. Dieser wurde vom FILMharmonic Orchestra in Prag eingespielt, die neben Filmmusik auch schon andere Spielesoundtracks, beispielsweise für die neueren Civilizations Teile, eingespielt haben.

Alle Dialoge sind voll vertont. Ich habe zwischen deutsch und Englisch hin und her gewechselt und muss sagen, dass beide gut sind. Mir persönlich sagt der englische ein klein wenig besser zu. Lets Play Fans dürfen sich vor allem über Gronkh als Kantor freuen, im englischen hört man hier Ken Follet, den Autor der Romanvorlage.

Zusammenfassung
Ich hatte viel Spaß, Ich habe mich einfach fallen gelassen und den Spielfluss genossen. Wer ein forderndes Adventure sucht wird aber wohl enttäuscht werden.
Gut
  • Flüssiger Geschichtsverlauf
  • Schöne Stimmung
Schlecht
  • Schlechte Gesichtsanimationen
  • Wenig fordernd
7.2
Fair
Spielspaß - 8
Grafik - 7
Sound - 8
Story/Charaktere - 7
Steuerung/Gameplay - 6

Deine Meinung dazu!

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Kommentare

Matej

Kommentar von:

Redakteur Indie und Horror

Das Buch ist bei mir sehr lange her, daher hatte ich zwar noch ganz grob eine Grundhandlung vor Augen, ging aber ansonsten unvorbelastet in das Spiel. Und ich muss sagen, es hat mich gepackt. Durch das liebevolle Design fühlte ich mich sofort wohl und die Story nahm mich mit. Ich freue mich schon auf Buch 2.

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