The Other 99

Preview: The Other 99

Entwickler Burning Arrow schickt uns in The Other 99 auf eine Insel, wo wir um unser Überleben kämpfen müssen.

100 Menschen sind auf einer Insel gefangen, darunter wir. Am Anfang des Spieles finden wir einen Zettel auf dem steht, dass der einzige Weg von der Insel durch die anderen 99 führt. Wir machen uns auf den Weg und wenn diese Botschaft anfangs noch etwas kryptisch erschien verstehen wir sie spätestens nach unserer ersten Begegnung. Ein Mann greift uns an, wir schlagen ihn tot und in diesem Moment verändert sich die Zahl auf unserem Armband von 99 zu 98. Um durch die anderen 99 zu gehen müssen wir also der letzte Überlebende sein. Einen anderen Weg von der Insel scheint es nicht zu geben. Kameras beobachten uns und wir sind eingezäunt, es wirkt wie ein dystopisches Reality TV Programm. Zudem sind wir nicht die einzigen, die sich entschieden haben, das Spiel mitzuspielen. Manchmal geht der Counter auch ohne unser Zutun runter, es gibt also noch mehr aktiv mordende auf der Insel. Viele andere greifen uns nur an, wenn wir ihnen zu nahe kommen und manche kauern sich auch zusammen und bitten uns, sie zu verschonen. Um von der Insel zu kommen müssen wir die größte Bedrohung der Insel werden.

Die Idee eignet sich für ein bedrückendes und beängstigendes Szenario. Die Insel selbst ist stark bewachsen und düster, perfekt um hinter jeder Ecke einen Hinterhalt zu vermuten. Der letzte Patch hat die Insel diversifiziert, es gibt jetzt also mehr zu entdecken, das ist ein richtiger Schritt der noch weiter gegangen werden sollte. Die Grafik ist mittelmäßig aber nicht schlecht und der hinterlegte Sound unterstützt die Atmosphäre gut. Auch die Aufschriften, anderer Charaktere, die wir überall finden unterstützen das Gefühl einer Bedrohung.

Leider sind unsere Kontrahenten relativ schwach. Damit es überhaupt möglich ist 99 Gegner zu töten und dabei selbst nicht ins Graß zu beißen, dürfen sie schließlich auch nicht zu stark sein. Das führt allerdings dazu, dass ich nach mehreren Gegnern zunehmend selbstbewusster wurde und weniger ängstlich herumgeschlichen bin als offensiv den nächsten Feind zu suchen. Auch an der KI und den Kämpfen wurde im letzten Patch einiges verbessert, den Entwicklern scheint dieses Manko durchaus bewusst zu sein und ich hoffe, dass sie hier bis zum Release weitere Verbesserungen vornehmen werden.

Die einzige wirkliche Bedrohung ist die Ressourcen Knappheit. Unsere Waffen nutzen sich schnell ab, zum Glück haben die meisten erledigten Feinde eine neue dabei. Damit wir aber weiterhin allen überlegen sind, brauchen wir volles Leben. Leben regenerieren wir aber nur, wenn wir volle Stamina haben, die auch durch Kämpfe aufgebracht wird. Wir brauchen also Pausen. Dazu kommen die Ressourcen Nahrung und Wasser, die unsere Performance stark beeinflussen. Je hungriger wir sind, desto niedriger ist unser maximales Leben und je durstiger wir sind desto tiefer fällt die maximale Stamina. Durch Essen und Wasser, das wir finden, können wir beides wieder füllen, aber diese beiden Ressourcen sind begrenzt. Wir müssen also haushalten und können nicht dauerhaft mit maximalem Leben und Stamina durch die Gegend laufen. Lassen wir die Werte zu tief fallen, segnen wir jedoch bald das Zeitliche.

Prognose: 6.5

Kommentare

Matej

Kommentar von:

Redakteur Indie und Horror

The Other 99 hat sehr schöne Ansätze das Bedrohungsgefühl könnte jedoch besser sein. Nach einiger Zeit hab ich nicht mehr vorsichtig nach Feinden gesucht, sondern bin gut sichtbar umhergelaufen, damit die Gegner mich finden und ich sie niederschlagen kann. Ich hoffe hier wird bis zum Release noch einiges gemacht.

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