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Deep Sky Derelicts im Test

Wir haben uns auf Plündertour durchs All begeben und leben noch um davon zu berichten

In Deep Sky Derelicts sind wir der Anführer eines kleinen Plündertrupps auf einer Raumstation. Um uns herum fliegen massenweise verlassene Satelliten, Raumschiffe und Stationen umher und wir machen uns daran diesen Weltraumschrott durch zu wühlen. Wir wurden beauftragt Daten von den Bordcomputern der verlassenen Weltraumelemente zu bergen. Soweit der Anreiz, weswegen wir uns aufmachen. In der Spelunke um die Ecke packen wir noch ein paar zusätzliche Aufträge ein, schließlich muss unsere Expedition ja gegenfinanziert werden und machen uns auf den Weg.

Story? Welche Story?

Es gibt in Deep Sky Derelicts eine Rahmenhandlung, diese ist jedoch ehrlich gesagt vernachlässigbar. Unterm Strich haben wir ein paar Aufträge und um diese zu erfüllen müssen wir den Weltraumschrott um uns herum betreten. Auf unseren Erkundungstouren finden wir viel Nützliches und oder wertvolles und treffen auf andere Plünderer, Sklavenfänger und jede Menge Wesen, denen die Weltraumstrahlung nicht sonderlich gut bekommen ist. Diese greifen uns meistens an und dann kommt es zum Kampf. Zwar gibt es eine Menge Dialoge die teilweise die Story voran bringen und oft unterhaltsam sind aber der Reiz des Spieles geht nicht von der Story aus und das ist gut so, sie ist nämlich nicht besonders packend. Wer auf die Story und das erkunden der Welt vollkommen verzichten will, kann auch den Arena Modus spielen. Hier stehen wir nacheinander immer stärkeren Gegnergruppen gegenüber und versuchen so lange wie möglich auszuhalten.

Ich sehe den Wald vor lauter Skillbäumen kaum

Die Kämpfe, in die wir während unserer Erkundung regelmäßig verwickelt werden, sind rundenbasiert. Nacheinander zieht jeder Charakter eine Karte und spielt dann eine Karte von der eigenen Hand. Das Ziehen kostet jedes Mal Energie, eine Ressource, die auch außerhalb von Kämpfen wichtig ist und ohne die der Trupp ganz schnell das Zeitliche segnet. Durch die Karten greift der Charakter nun einen oder mehrere Gegner an, bufft verbündete stellt Schildenergie wieder her oder, oder, oder… Über welche Karten ein Charakter verfügt hängt von der Klasse und den geskillten Fähigkeiten ab, hinzu kommen die Waffen, Schildgeneratoren und Werkzeuge und deren Mods. Diese Gegenstände beeinflussen auch den ausgeteilten Schäden, bzw. Wie viel ein Charakter einstecken kann. Dabei gibt es ein Schutzschild, das sich zwischen den Kämpfen regeneriert und Lebensenergie, die nur auf der Station wieder hergestellt werden kann. Klingt verwirrend? Ist es auch! Da Deep Sky Derelicts zumindest in der Testversion vollkommen auf ein Tutorial verzichtet braucht es ein paar Anläufe, bevor man alles versteht. Wenn man sich jedoch einmal reingefunden hat, bietet das Spiel sehr viele Möglichkeiten seine Charaktere und somit seinen Trupp zu gestalten.

Atmosphärische Dystopie

Die Grafik von Deep Sky Derelicts hat einen handgezeichneten Touch. Dieser funktioniert gut mit der leicht kaputten Welt. Auch die Animationen, die an Comics erinnern, sehen gut aus. Ergänzt wird das ganze durch einen elektrischen Soundtrack und Charaktere, in die viel Liebe geflossen ist. Man merkt dem Spiel an, dass keine Unmengen an Geld zur Verfügung standen und so werden viele Skins und Hintergründe mehrfach genutzt. Auch eine Sprachausgabe fehlt komplett. Kleine Details zeigen aber, dass sich die Entwickler im Rahmen ihrer Möglichkeiten viel Mühe gegeben haben. Dazu gehören abstruse Dialoge, eine Barkeeperin, die perfekt in ihre runtergekommene Weltraumspelunke passt oder der Verweis im Flugtaximenü, dass Kekse im Flugpreis inkludiert sind, allerdings nur maximal zwei pro Gast.

Deep Sky Derelicts Ist auf dem Papier mangels packender Story und mit immer wieder denselben Gegnern und ähnlichen Missionen nur Mittelmaß, das täuscht jedoch. Das Spiel hat ein gutes Kampfsystem, das viel Raum zum Experimentieren lässt und knackig bleibt ohne unfair schwer zu werden. Hinzu kommt eine starke Sogwirkung. Es hat genau die richtige Missionsstruktur gepaart mit einer gehörigen Prise Erkundungsdrang, die dafür sorgt, dass man sich sagt „Nur noch eine Mission“ und dabei so im Spiel versinkt, dass man vollkommen die Zeit vergisst.

Positives
  • Packendes Gameplay
  • Tolle Athmosphäre
Negatives
  • Belanglose Story
  • Repetitiv
8.1
Gut
Spielspaß - 9.5
Grafik - 8
Sound - 7
Story/Charaktere - 7
Steuerung/Gameplay - 9

Deine Meinung dazu!

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Kommentare

Mott

Kommentar von:

Redakteur Indie und Horror

Ich wusste nicht so ganz was ich erwarten sollte. Die Idee und das Erscheinungsbild sagten mir zu, mehr wusste ich nicht. Abschließend kann ich nur ein positives Fazit ziehen. Auch wenn die mangelhafte Story und Abwechslung die Langzeitmotivation einschränken macht das Spiel enormen Spaß. Wer Rundenstrategie mag, dem kann ich Deep Sky Derelicts durchaus empfehlen.

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