Rezrog im Test

ReviewsPC
7.4

Fair

Der Dungeoncrawler Rezrog lockt mit verschiedenen Klassen, zufällig aufgebauten Dungeons und einem hohen Schwierigkeitsgrad. Wir haben den Titel getestet.

Story

Unsere Helden stoßen eher aus versehen aufeinander. Alle geraten in den selben Hinterhalt und fliehen in eine nahegelegene Taverne. Diese ist verlassen, tatsächlich finden sie im gesamten Dorf keine Menschenseele. Nach einer erholsamen Nacht machen sie sich auf die Suche nach den Bewohnern und entdecken unzählige Verliese voll mit bösartigen Monstern und eingesperrten Dorfbewohnern. Wie Helden nun mal sind, machen sie sich an die Arbeit, alle Gegner zu besiegen und alle Schätze zu plündern.

Gameplay und Steuerung

Es gibt sieben Klassen, die sich von ihrer Spielweise mehr oder weniger stark unterscheiden. Der Paladin, Krieger und Schurke sind Nahkämpfer, der Magier, Beschwörer, Hexenmeister, und Jäger Fernkämpfer. Wer etwas Erfahrung mit Fantasy Rollenspielen hat, wird alle Klassen wieder erkennen. Der Krieger setzt auf Stärke, der Paladin auf Stärke und Ausdauer Schurke und Jäger auf Beweglichkeit und die magischen Klassen auf Inteligenz. Wir gehen immer mit einem Held in den zufalsgenerierten Dungeon und müssen eine Aufgabe erfüllen. Dabei kann es sein, dass wir gefangene Befreien, bestimmte Gegenstände finden oder einfach alle Monster töten müssen. Neben dem Loot aus dem Dungeon warten am Ende zusätzliche Erfahrungspunkte, Gold und ein zufälliger Gegenstand. Das System mit den verschiedenen Helden funktioniert hierbei sehr gut. Einerseits sorgen sie für Abwechslung, andererseits finden wir oft Ausrüstung, die unser momentaner Held nicht braucht, die für einen anderen Helden jedoch sehr nützlich sein kann.

Kämpfe finden Rundenbasiert statt, dabei können wir laufen und angreifen. Sowohl weglaufen, als auch kiten sind möglich und vor allem zweiteres macht Fernkämpfer anfangs etwas stärker. Später kommen fernkämpfende, springende und anstürmende Monster, bei denen gerade Glaskanonen schnell den kürzeren ziehen.

Rezrog wirbt mit einem hohen Schwierigkeitsgrad und den finden wir auch vor. Wer in einen Dungeon mit zu hohem Level geht, oder die Heiltränke vergisst wird schnell gefangen genommen. Der nächste Held kann den gefangenen befreien, dieser verliert jedoch allen Loot und Erfahrung, die er bis zur Gefangennahme erbeutet hat. Es empfiehlt sich also, sich mit allen Helden vertraut zu machen und sie einigermaßen parallel zu leveln. Sollte der stärkste Held gefangen genommen werden, muss sonst der Retter erst hochgelevelt werden, damit ihn nicht das selbe Los ereilt. Sollte eure gesamte Truppe im Verlies landen ist das Spiel vorbei und ihr müsst von vorne anfangen. Dabei helfen spezielle Diamanten, mit denen ihr eure Fähigkeiten aufbessern könnt. Obwohl ihr weder Erfahrung noch Ausrüstung mitnehmen könnt bleiben diese Aufwertungen auch nach dem Permadeath erhalten.

Zusätzlich erschweren, oder erleichtern kann eine Runde der Zufallsbuff. Diesen bekommen wir beim Betreten eines Dungeons. Dabei kann es sich um mehr Gold, mehr Erfahrung oder höheren Schaden von bestimmten Fähigkeiten handeln, es kann aber auch passieren, dass alle Monster stärker werden.

Gesteuert wird Rezrog vorwiegend mit der Maus. Es gibt zwar Hotkeys, diese sind jedoch nicht dringend nötig. Das Spiel könnte also problemlos auch auf Touch Geräten bestehen.

Grafik und Sound

Optisch orientiert sich das Spiel an einem Brettspiel. Die Figuren sehen aus, wie Pappaufsteller und um die Dungeons herum liegen Würfel. Zwar kommen keinerlei Brettspielmechaniken zum tragen, dennoch wirkt diese Grafik sehr sympathisch.Die Soundkulisse passt zum Gefühl eines Fantasy Brettspieles. Die Hintergrundmusik erinnert an verschiedene Fantasy Rollenspiele und die Bewegungen der Figuren werden von einem Brettspielartigen Klonk Klonk begleitet. Die Musik ändert sich auch, sobald ein Kampf beginnt.

Grafik und Sound wirken stimmig und wie aus einem Guss. Den Stil muss man mögen, wenn dies jedoch der Fall ist, wirkt Rezrog sehr schön. Tatsächlich war die Grafik das, was mein Interesse am Spiel geweckt hat.

Gut

  • Liebenswerte Welt
  • Gut umgesetztes Permadeath System

Schlecht

  • Etwas zu hoher Schwierigkeitsgrad
  • Auf dauer zu wenig Abwechslung

Zusammenfassung

Mir ist Rezrog etwas zu schwer. Jede Dungeonstufe muss mit allen Helden gemeistert werden, am oft sogar mehr als einmal. Dabei kommt kein wahres Fortschrittsgefühl auf und die Dungeons unterscheiden sich oft zu wenig voneinander. Für kurze Spielsassions macht das Spiel aber durchaus Spaß. Als kleines Spiel für zwischendurch, kann ich es mir sehr gut vorstellen, Ich würde mir eine Mobile Version wünschen.
7.4

Fair

Spielspaß - 6
Grafik - 8
Sound - 8
Steuerung - 9
Handlung und Charaktere - 6

Kommentare

Matej

Kommentar von:

Redakteur Indie und Horror

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