The Long Journey Home The Long Journey Home Review

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7.2

Fair

Daedalic bietet mit The Long Journey Home schweren, kniffligen, aber begeisternden Weltraumspaß auf der langen Heimreise zurück zum Heimatplaneten Erde.

Daedalic bietet mit The Long Journey Home ein verdammt schweres Raumfahrtspiel. Dabei verbinden sie Craftingelemente mit Entdeckungsreise und Rollenspiel mit Space Runnern. So ist für jeden etwas dabei, jedoch nur wenn man übt, übt, übt. Denn für schnell gefrustete ist dieses Spiel wirklich nichts. Alle anderen werden mit viel Spaß und ständig wechselnden Welten belohnt.

Story

Nun, es ist vollbracht. Wir haben die Möglichkeit eines Weltraumsprungs erforscht und sind bereit ihn einzusetzen, um Alpha Centauri zu erreichen. Es geht daran, ein Team von vier fähigen WeltraumenthusiastInnen zu finden und so können wir diese aus zehn wunderbaren Teilnehmenden wählen, die alle mit eigenen Fähigkeiten ausgestattet sind. Es stehen fünf weibliche und fünf männliche Charaktere zur Wahl, wobei alle irgendwie gleich qualifiziert oder unqualifiziert scheinen. Die möglichen Crewmitglieder sind:

Archäologin, Testpilot, Ingenieurin, Botaniker, theoretischer Physiker, Astronautin, Forscher, Missionskoordinatorin, Konzerndirektor, zivile Beobachterin.

Sobald wir eine „fähige“ Crew zusammengestellt haben, können wir eines aus drei Schiffen wählen – Discovery, Ulysses, Endurance -, dieses mit einem von drei Landungsmodulen bestücken – Serenity, Pathfinder, Odyssey – und dann noch einen Code wählen, unter dem wir unsere zu bereisende Welt mit unseren Freunden teilen und ihnen zeigen können, was für ein schlaues Füchschen wir sind. Und nun ab zum Sprung!

 

Nun nach dem Sprung sind wir dort. Doch wir sind verletzt und allein im großen weiten Weltraum. Wir wollen zurück! Doch bloßer Wille bringt uns nicht zurück. Wir brauchen auch Treibstoff, Hilfe von den freundlichen Aliens von nebenan und müssen dafür so einiges leisten. Dabei sollten wir uns nicht zu dumm anstellen, sonst sind wir tot. So richtig. Und zwar weit weg von zuhause.

Und so irren und kämpfen wir uns durch den Weltraum, von Sektor zu Sektor, landen auf allen möglichen Planeten, um Treibstoff oder edle Metalle abzubauen mit denen wir das Landungsmodul reparieren können, denn eine gute Landung bekommen wir immer noch nicht hin.

Gameplay und Steuerung

Daedalic bietet uns in dieser Simulation/Rollenspiel/Strategiespiel/Frustration eine sich ständig verändernde Welt, so dass wir eigentlich nie dieselben Welten bereisen und bei jedem neuen Versuch etwas neues erleben.

Die Steuerung wird mehrfach gut erklärt, jedoch hilft es einfach nichts, wenn man von vielen Spielen verwöhnt ist und es einfach nicht hinkriegt. Zwar macht Übung die Meisterin, aber bis dahin ist es ein langer steiniger Weg, mit kleinen spitzen Steinen, die sich tief ins Fleisch bohren und eitern. Aber es lohnt sich. Es ist so ein gutes Gefühl, wenn man die erste Landung ohne einen Totalschaden geschafft hat. Die Steuerung ist ähnlich schwierig wie ältere Titel, wie beispielsweise bei älteren Titel wie Lunar Lander von 1979. Daedalic lässt uns jederzeit die Wahl, ob wir mit Controller oder Tastatur steuern möchten, tatsächlich ist es mit dem Controller ein wenig einfacher. Da wir zumeist eh nur zwischen Boost und Thruster wechseln können gestaltet sich die Steuerung an sich auch nicht so schwer. Boost bzw. Thruster dann richtig einzusetzen und gegen die Flieg- und Anziehungskraft zu arbeiten ist etwas anderes.

Wir können einiges im Raumschiff gestalten, wie beispielsweise, wer das Landungsmodul steuern soll oder wer bestimmte Gegenstände untersuchen soll. Da jedes unserer Crewmitglieder spezielle Fähigkeiten hat ist es auch sinnvoll sich mit diesen auseinander zu setzten und die besten für die jeweilige Aufgabe auszuwählen.

Wir erhalten zu Beginn einer Spielsitzung die Möglichkeit von Anfang an zu spielen oder erst zu starten, nachdem wir den ersten großen Sprung gemacht haben. Dies bietet v.a. für Vielspieler eine nette Alternative. Auch bietet Daedalic durch ein neues Update einen dritten Modus, den Storymodus an. Doch selbst dieser hat es stellenweise noch sehr in sich.

Sound und Grafik

Der Sound von The Long Journey Home ist sehr atmosphärisch und treibend. Dabei ist es kein generischer Weltraumreisen-Sound sondern variiert und treibt uns gerade bei Landungen den Angstschweiß auf die Stirn. Die Dialoge mit Aliens, ob nun nett oder feindselig sind leider nicht vertont, wir klicken uns so eher durch einen Textdialog, der jedoch auch authentisch ist, da wir die Sprache der Aliens so oder so nicht verstehen würden.

Grafisch bietet Daedalic uns ein comicartig gezeichnetes Universum, das durch seine Tiefe in der fernen Dunkelheit glänzt. Es ist dabei nicht alles kunterbunt, sondern eher düster, gespickt mit zum Beispiel grellen Lavaplaneten oder grünen Aliens.

Gut

  • die vielen Möglichkeiten in Story und Reise
  • atmosphärische Grafik

Schlecht

  • teils frustrierend schwere Handhabung

Zusammenfassung

Daedalic bietet mit the long journey home ein verdammt schweres Raumfahrtspiel. Dabei verbinden sie Craftingelemente mit Entdeckungsreise und Rollenspiel mit Space Runnern. So ist für jeden etwas dabei, jedoch nur wenn man übt, übt, übt. Denn für schnell gefrustete ist dieses Spiel wirklich nichts. Alle anderen werden mit viel Spaß und ständig wechselnden Welten belohnt.
7.2

Fair

Spielspaß - 8
Grafik - 8
Sound - 7
Steuerung - 6
Handlung und Charaktere - 7
Innovation - 7

Kommentare

Nicole

Kommentar von:

Redakteurin Indie und Horror

The Long Journey Home war für mich unfassbar knifflig und ich war zu Beginn wirklich frustriert. Aber nach der ersten geschafften Landung habe ich mich so sehr gefreut, dass ich einfach nur weiter spielen wollte. Auch wenn ich dann sehr schnell gestorben bin. Vor allem die Rollenspielelemente haben es mir angetan und so werde ich weiter üben.

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